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Theopoesie ist Theologie, die sich als Poesie begreift,
weil in ihr das, was nicht Sprache ist, Sprache wird.
(Giovanni Pico della Mirandola, 1463-1494)

Theopoesie ist eine wichtige Ausdrucksform des Imaginativen,
weil sie das gemeinsame Potential von Theologie und Literatur
interreligiös und transkulturell zugänglich macht.
(Amos Niven Wilder, 1895-1993)

Theopoesie ist Poesie,
die implizit oder explizit die Sache mit Gott enthält,
weil sie Grunderfahrungen des Menschseins zur Sprache bringt.
(Kurt Marti, 1921-2017)

Theopoesie ist eine Theologie des Anders-Wollens,
weil sie die Differenz zwischen Theologie und Literatur zu überwinden sucht
und Menschen wieder in Kontakt bringt mit verschütteten Einsichten und Empfindungen.
(Dorothee Sölle, 1929-2003)

Theopoesie ist ein theologisches Grundgeschehen samt praktischer Folgen,
weil sie poetisch von Gott redet und zugleich Gott als Poet
– also Gott als dem Schöpfer der Möglichkeit von Poesie die Ehre gibt.
(Henning Schröer, 1931-2002)